Die Auswahl des geeigneten Strahlmittels hängt vom Material des Werkstücks und vom Zweck des Strahlprozesses ab. Für Werkstücke aus Kohlenstoffstahl oder Guss werden üblicherweise Stahlstrahlmittel eingesetzt. Werkstücke aus Edelstahl sollten mit Edelstahl-Strahlmitteln bearbeitet werden; dasselbe gilt für Nichteisenmetalle.
Beim Strahlen gilt das Prinzip „Gleiches mit Gleichem“, das heißt: Das Strahlmittel sollte dem Werkstückmaterial entsprechen, um Oberflächenverunreinigungen zu vermeiden.
Kantigen Strahlmittel besitzt scharfe Kanten und ist daher besonders wirksam bei der Entfernung von Rost, Oxiden und starken Verunreinigungen. Allerdings nutzt es sich schneller ab und verursacht einen höheren Maschinenverschleiß. Mit kantigen Strahlmitteln gestrahlte Oberflächen sind rauer, während runden Strahlmittel ein glatteres Finish erzeugen.
Eine größere Korngröße und höhere Härte des Strahlmittels erhöhen die Strahlleistung, führen jedoch auch zu stärkerem Verschleiß der Maschinenkomponenten und zu einem höheren Strahlmittelverbrauch.
Aus diesem Grund wird häufig eine Mischung unterschiedlicher Korngrößen oder eine Kombination aus kantigen und runden Strahlmitteln eingesetzt, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Strahlleistung, Oberflächenqualität, Strahlmittelverbrauch und Lebensdauer der Maschine zu erreichen.
