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ATEX-Richtlinien in der Praxis - Aluminium

20.05.2024

Beim Strahlen von Produkten aus Aluminiumlegierungen, die Verunreinigungen aus Silizium, Magnesium, Zink, Kupfer usw. enthalten, müssen die Strahl- und Entstaubungsanlagen an die Untersuchungen zur Explosionsgefahr angepasst werden. Das grundlegende Dokument für sicheres Arbeiten in gefährdeten Bereichen ist die Explosionsschutzverordnung. Diese wurden in zwei europäische Richtlinien 2014/34/EU und 99/92/EG zusammenfasst.

Die explosiven physikalisch-chemischen Eigenschaften von Aluminiumpulver in unzureichenden Konzentrationen können beim Strahlen verschiedener Aluminiumlegierungen im Gemisch mit verschiedener Strahlmittel eine ernsthafte und potenziell gefährliche explosionsfähige Umgebung darstellen.

In den Studien müssen für diese Umgebungen und Räume die Zonen der Explosionsgefahr, die Zündquellen und ihre Wirksamkeit, die definierten Geräte, Stoffe, Verfahren und ihre gegenseitige Beeinflussung sowie das Ausmaß der zu erwartenden Auswirkungen genau festgelegt werden.

Ex zone

Schutz des Arbeitsverfahren und Arbeitsmittel

Auf Grundlage der Analyse der Explosionsgefahr werden Zonen festgelegt. Geräte, die in diesen Zonen installiert werden können, werden zonenspezifisch geliefert. Zu den Ex-Zonen gehören in der Regel der Staubabscheider sowie Maschinenteile, bei denen wir die Zündung nicht verhindern können, die aber angemessen geschützt werden müssen, um die schädlichen Folgen der Explosion zu mindern.

Je nach Klasse des staubförmigen brennbaren Stoffes St.1 - St.3 (bestimmt nach der Explosionskonstante Kst ) sind Schutzelemente oder Vorrichtungen definiert, die das Arbeitsmittel entlasten.

Passive Elemente in der Entstaubungsanlage

Die Auswahl und Ausstattung einer solchen Entstaubungsanlage muss Folgendes umfassen:

  • Gehäuse des Patronenstaubabscheiders mit strukturellem Widerstand bis zu 2 bar und eingebauter Berstklappe, die eine Freigabe zum Zeitpunkt der Explosion in Richtung der definierten Zone ermöglicht.
  • Antistatische Staubfilterpatronen,
  • Ventilator hergestellt in EX-Schutz,
  • Eine Rückschlagklappe, die die Ausbreitung der Explosion vom Staubabscheider zur Maschine verhindert,
  • Am Ausgang der Rohrleitung aus dem Raum wird in der Regel eine Ableitung mit einer Explosionsschutzmembran installiert, die im Falle einer Explosion die Entleerung in Richtung eines bestimmten Bereichs ermöglicht.
  • Alle Elemente der Rohrleitung zwischen der Maschine, der Entstaubungsanlage und dem Ventilator müssen gemäß den Vorschriften über die Ableitung statischer Elektrizität geerdet sein.
  • In Fällen, in denen die Entstaubungsanlage innerhalb des Gebäudes installiert werden muss, wird ein Wasserentstauber empfohlen. Wird ein trockener Staubabscheider installiert, müssen unbedingt ein Brandmeldesystem und Explosionsunterdrückungssysteme an der Staubabscheidereinheit und den Rohrleitungen installiert werden.

Passive Elemente der Maschine

Die folgenden Maßnahmen sind zu berücksichtigen:

  • Intensive Absaugung der Maschine,
  • An der Maschine sind Explosionsklappen angebracht, damit im Falle einer Explosion der Druck in der Maschine nicht auf mehr als 3.000 Pa ansteigt.
  • An der Maschine ist ein Unterdruckanzeiger installiert, der die Strahlanlage bei unzureichender Belüftung sofort abschaltet.
  • Alle Teile der Maschine müssen geerdet sein, um statische Aufladung zu vermeiden.
  • Die Temperatur der Oberfläche, auf der sich der Staub absetzt, muss auf jeden Fall unter 75°C liegen.
  • Die Maschine muss so konstruiert sein, dass die Möglichkeit einer Staubansammlung verringert wird.

Bevor die Maschine in Betrieb genommen wird, muss der korrekte Wasserstand im Staubsammelbehälter eingestellt und die beiden Anzeigen mit dem Messgerät für Durchfluss und Unterdruck eingestellt werden.

Strahlanlage

Schutz mit aktiven Elementen

Zu den aktiven Elementen gehören Elemente, die auf der Grundlage eines Sensorsignals eine bestimmte Funktion zum Schutz des Arbeitsgeräts auslösen.

  • Schutz mit Temperatur- oder Drucksensoren und Feuerlöschern oder Explosionsunterdrückern.

Schutz mit aktiven Elementen

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