Ein Unternehmen, das auf den Vertrieb metallurgischer Materialien und Dienstleistungen in der Metallbearbeitung spezialisiert ist, setzt die Modernisierung seiner Produktion mit einer neuen Investition in die Oberflächentechnologie fort.
Nach der erfolgreichen Lieferung der Durchlaufanlage mit Hängestrecke VPP-800x2000 im Jahr 2019 haben wir dieses Jahr zusätzlich die Rohr-Strahlanlage Typ PC-25/223 geliefert.
Beide Anlagen sind in unterschiedliche technologische Prozesse der Rohrvorbereitung integriert. Bei der bestehenden VPP-Anlage werden die Rohre zunächst zugeschnitten, anschließend werden Anschlüsse vorbereitet, danach folgen das Strahlen und Lackieren. Die neue Rohr-Strahlanlage PC-25/223 ermöglicht einen moderneren und deutlich stärker automatisierten Produktionsablauf. Die Rohre werden zunächst gestrahlt, anschließend vom Lasersystem zugeschnitten und die Anschlüsse angeschweißt, danach folgt der Lackierprozess.
Die VPP-Strahlanlage ist derzeit in der Produktionshalle installiert. Im Rahmen der Erweiterung und Modernisierung der Produktion ist auch ihre Verlagerung an einen neuen Standort vorgesehen.
Automatisierter Prozess der Rohrvorbereitung
Die Rohr-Strahlanlage Typ PC-25/223 ist für das Strahlen der Außenflächen von Rohren und Rundstangen ausgelegt. Eine Besonderheit der Anlage ist der hohe Automatisierungsgrad des gesamten Prozesses, da sie neben dem eigentlichen Strahlen auch die automatische Zuführung, den Transport, das Drehen und die Entladung der Rohre umfasst.
Besonderes Augenmerk wurde auf das Materialhandling vor und nach dem Strahlen gelegt, wodurch ein kontinuierlicher Produktionsfluss sowie eine effiziente Anbindung an nachfolgende Prozesse wie Laserbearbeitung, Schweißen und Lackieren ermöglicht werden.
Die Anlage ermöglicht die Bearbeitung von Rohren mit Durchmessern von 25 mm bis 223 mm und einer maximalen Länge von 6200 mm. Die Anlagenkapazität hängt von den Abmessungen und dem Typ der Rohre ab.
Vor dem Strahlen
Die unbehandelten Rohre werden mit einem Kran oder Gabelstapler auf die automatische Zuführeinrichtung für Rohrbunde geladen. Anschließend werden die Rohre automatisch getrennt und über einen Kettenförderer zum Einlaufbereich der Strahlanlage transportiert.
Die Zuführ- und Trenneinrichtung ermöglicht eine automatische Einstellung entsprechend dem gewählten Rohrdurchmesser und den Bearbeitungsparametern über Rezepturen in der PLC-Steuerung der Anlage.
Vor dem Eintritt in die Strahlanlage überprüft das System zusätzlich den tatsächlichen Rohrdurchmesser und vergleicht ihn mit der ausgewählten Rezeptur. Dadurch wird verhindert, dass ungeeignete Rohre in den Prozess gelangen, was längere Stillstände der gesamten Produktionslinie verursachen könnte.

Nach dem Strahlen
Nach Abschluss des Strahlprozesses transportiert ein pneumatischer Manipulator die Rohre zum System für das Ausschütten des Strahlmittels. Die Rohre werden einzeln in eine vertikale Position gebracht, in der das sich während des Prozesses in den Rohren angesammelte Stahlstrahlmittel aus dem Inneren entfernt wird.
Das ausgeschüttete Strahlmittel wird über einen Schneckenförderer zurück in die Strahlanlage transportiert und erneut im Prozess verwendet. Nach dem Ausschütten werden die Rohre automatisch auf den Rollenförderer der nächsten Produktionsoperation übergeben.

Sauberere und leisere Arbeitsumgebung
Die Anlage ist im Einlauf- und Auslaufbereich zusätzlich mit einem Schall- und Staubschutz ausgestattet. Dieser verhindert das Austreten von Staub in den Produktionsbereich und reduziert die Möglichkeit der Staubansammlung in nachfolgenden Prozessen, insbesondere beim Schweißen und Lackieren der Rohre.
Der zusätzliche Schutz trägt gleichzeitig wesentlich zu einem niedrigeren Geräuschpegel und besseren Arbeitsbedingungen in der Produktion bei.

Das Projekt stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer höheren Automatisierung der Produktion, einer verbesserten Prozessstabilität sowie einer effizienteren Verbindung einzelner Produktionsoperationen zu einem einheitlichen technologischen Prozess dar.
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